Duell der „Bayern-Jäger“

Fußball-Bundesliga: Der VfL Wolfsburg empfängt am Samstag (15.30 Uhr) Hertha BSC Berlin

Daniel Ginczek (rechts) erzielte im Test gegen Aue das 3:1. Foto: regios24/Darius Simka

Wolfsburg. Sie wollten den Schwung über die Länderspiel-Pause retten – und bestätigten ihre gute Form auch im Testspiel gegen Zweitligist FC Erzgebirge Aue: Die Bundesliga-Fußballer des VfL Wolfsburg feierten vor 1400 Zuschauern im AOK-Stadion einen letztlich souveränen 3:1 (2:0)-Erfolg.

„Wir sind gut in die Partie gekommen und hatten ein gutes Positionsspiel. Dazu haben wir den Ball gut laufen lassen und die Tore gemacht“, konstatierte VfL-Chefcoach Bruno Labbadia zufrieden, der gegen die Auer mit der Doppelspitze Wout Weghorst und Daniel Ginczek offensiv begann.

Die „Wölfe“ hatten das Signal ihres Trainer richtig verstanden und legten gleich druckvoll los. Trotz einiger guter Möglichkeiten zu Beginn der Partie dauerte es bis zur 27. Minute, ehe der verdiente Führungstreffer fiel.
Nach einem Eckstoß erzielte Marcel Tisserand das 1:0 –ein tolles Comeback für den Innenverteidiger
nach viermonatiger Verletzungspause. „Für Marcel Tisserand hat es mich sehr gefreut,
dass er in seinem ersten Spiel gleich getroffen hat, nachdem er lange nicht spielen konnte“, meinte Labbadia.
Nur sieben Minuten später legte Wout Weghorst per Volleyschuss auf Gerhardt-Flanke den zweiten VfL-Treffer nach – das 2:0, es war zugleich auch der Pausenstand.

Den Auftakt zur zweiten Hälfte verschliefen die Grün-Weißen, die zur Halbzeit dreimal gewechselt hatten, ein wenig.
Und das bestrafte Mario Kvesic (51.) mit dem Anschlusstreffer für Aue. „Nach dem Seitenwechsel ist es uns dann zunächst nicht gelungen, Spielkontrolle zu bekommen, so dass wir einen kleinen Bruch in unserem Spiel hatten.

Wir haben es dann aber schnell besser gemacht und auch das 3:1 geschossen“, sagte VfL-Coach Labbadia, dessen Elf nur vier Minuten nach dem Anschlusstor durch Daniel Ginczek den alten Abstand wieder herstellte.
Robin Knoche und Jeffrey Bruma hatten danach noch gute Kopfballmöglichkeiten, um den Vorsprung weiter auszubauen. Letztlich blieb es aber beim standesgemäßen 3:1-Erfolg des Bundesligisten, für den es ein gelungener Härtetest vor den anstehenden Bundesliga-Aufgaben war.

Denn die haben es in sich für die „Wölfe“, die mit zwei Siegen glänzend in die Saison gestartet sind.
Am Samstag erwarten die Grün-Weißen von 15.30 Uhr an den Tabellendritten Hertha BSC Berlin zum „Verfolgerduell“ in der Volkswagen Arena. Ebenso wie die Labbadia-Elf haben auch die Mannen aus der Hauptstadt noch eine weiße Weste.

Mehr noch: Die Berliner sind nach zwei Partien sogar noch ohne Gegentreffer und überraschten zuletzt mit einem 2:0-Sieg beim Vizemeister FC Schalke 04. Es ist also eine harte Nuss, die der aktuelle Tabellenzweite da zu knacken hat.

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