Fürs Rote Kreuz in Mexiko

Die 20-jährige Ehmerin Amelie Körtje hat ein Jahr in Puebla gearbeitet

Amelie Körtje (links) mit Christin Eckstein sind große Mexiko-Fans. Andreas Stolz

Wolfsburg. Ein Jahr lang arbeitete Amelie Körtje beim Roten Kreuz in der mexikanischen Stadt Puebla, mit der Wolfsburg einen Freundschaftsvertrag hat. Nach ihrer Rückkehr berichtete die 20-jährige bei einer Foto-Präsentation im Kunstmuseum den Mitgliedern des Internationalen Freundeskreises (IFK) von ihrem, an Eindrücken reichen, Aufenthalt in Lateinamerika.

Dorthin war sie als Stipendiatin dieses Vereins gereist. Seit drei Jahren unterstützt der IFK junge Leute, größtenteils sind das Ostfalia-Studenten, die Auslandssemester absolvieren. Die Ehmerin Körtje hat noch nicht studiert, als sie im August 2017 mit dem Entwicklungshilfedienst „weltwärts“, entsandt vom Deutschen Roten Kreuz und vom IFK gefördert, die Reise nach Mexiko antrat.

„Ich wollte sehen, ob ein Medizinstudium für mich in Frage kommt“, erzählte Körtje, die 2017 ihr Abitur an der Waldorfschule bestanden hat, über ihre Motivation.
Das Studium kommt nach ihren Aufenthalt in Lateinamerika und der Rückkehr nach Europa nicht nur in Frage, sondern es ist inzwischen Realität.

Körtje hat ein Medizinstudium in Münster begonnen. Zum Vortrag begrüßte Christin Eckstein vom IFK 30 Zuhörer. Sie betonte dabei nochmals das Anliegen des Vereins, junge Menschen durch Stipendienvergabe zu fördern. Das tut der IFK bei bis zu sechs Bewerbern pro Jahr. Die Ehmerin stand bei ihrem Vortrag immer noch unter dem Eindruck des Lateinamerika-Jahres. „Mexiko ist wesentlich vielfältiger, als wir es hier in Deutschland wahrnehmen“, bilanzierte die 20-Jährige.

„Man verbindet damit oft nur Korruption, Drogenhandel und eine angespannte Sicherheitslage. Und vergisst darüber die Herzlichkeit der Kultur und die Schönheit der vielfältigen Natur“, äußerte Körtje, die neben ihrer Arbeit häufig Gelegenheit zum Reisen innerhalb des Landes hatte.
Was ihre Rot-Kreuz-Arbeit angeht, hat sich die gebürtige Ehmerin gefreut, „dass ich im Krankenhaus die unterschiedlichsten Tätigkeiten ausführen durfte. Blut abnehmen, Wunden nähen oder im Rettungsdienst mitfahren“, zählt die IFK-Stipendiatin auf. Als tief beeindruckendes Erlebnis ist Körtje ihre Anwesenheit bei einem Kaiserschnitt in Erinnerung geblieben.

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