Zeitreise in die Party-Welt der 1920er

Beim „Party like Gatsby“-Format kamen rund 2200 Besucher in den Congress Park

Die Kleidung der Party-Gäste war absolut stilecht. Foto: Lotta von Rutenberg

Dieses Spektakel war ein Besuchermagnet. 2200 Besucher fanden sich zur „Party like Gatsby“ im Congress Park, und der Chef des Hauses, Thomas Muth, trug stilgerecht zum historischen Event einen Frack. Modisch wurde an diesem „Feier-Abend“ die Uhr um fast 100 Jahre zurückgestellt.

Die optische Szenerie dominierten rosafarbene oder schwarze Boas bei den Frauen, dazu teilweise „Schneckenfrisuren“, Fransen am Kleid und Federn im Haar. Die Männer trugen Frack und Borsalino-Hüte, außerdem gehörten Gamaschen, Knickerbocker, Hosenträger, Stöckchen mit silbernem Knauf sowie Zylinder zum Outfit.

Marc Metz, der dieses Format nach dem Film „Der große Gatsby“ entwickelt hat, sowie sein Team hatten den Congress Park mit viel Liebe zum historischen Detail gestaltet. Eine gehobene, amerikanische Wohnzimmereinrichtung aus den Goldenen Zwanzigern lockte ebenso zum Selfie-Machen wie ein Büro aus dieser „Ära der Lust an Partys“.

In 16 Ländern der Welt war der 28-Jährige mit diesem Gatsby-Partyformat erfolgreich, 60 000 Zuschauer insgesamt haben die ungewöhnliche Reise in die Vergangenheit mit Varieté und Tanz bereits mitgemacht. Und nun war Wolfsburg Station. Was Partygast Battista Marrazza als unglaublich befand. „Einfach toll. Eine Party like Gatsby hier bei uns“, freute sich der Wolfsburger.

Ein weibliches Trio aus dem Landkreis Gifhorn, Jenni (32), Sabrina (34) und Conny (33), schlenderte ebenfalls über die geschichtsträchtige Partymeile. „Wir kennen den Film und wollten dieses Geschehen mal live erleben“, sagten sie. Sabrina hatte extra deshalb auf dem Dachboden in den Kleidungsstücken ihrer Großmutter gekramt und war, was Accessoires angeht, fündig geworden.

Der Braunschweiger Matthias Schmitt trug einen seiner blauen Anzüge. Aus der Tasche, in der vornehmlich Einstecktücher ihren Platz haben, kam eine Zigarre hervor. Silberstöckchen und Kopfbedeckung hatte sich der Gatsby-Fan im Internet bestellt. Musik im Stile der 1920er Jahre boten im Spiegelsaal die Sweet Simons ihren Zuhörern und lockten sie damit aus der Reserve und aufs Tanzparkett. Im fast bis auf den letzten Stehplatz gefüllten großen Saal lief eine bunte Varieté-Show, und wer „Zerstreuung wie vor 100 Jahren“ suchte, der tauchte ein in eine US-Jahrmarktsbudenwelt aus den Golden Twenties.

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